Aus der Geschichte der Sportgemeinschaft Rönshausen
Nach dem zweiten Weltkrieg dauerte es nur zwei Jahre, bis sich nach dem politischen und bürgerlichen Zusammenschluss der Wunsch reifte, sich auch in Sport und Spiel zusammenzuschließen.
Am 30. August 1947 traf sich eine größere Anzahl junger Männer in der Gasstätte „Böhm“, um diesen Plan zu verwirklichen. Herr Degen aus Welkers wurde eingeladen, um Ziele und Zweck einer Sportgemeinschaft zu erläutern.
An diesem Abend bekundeten 27 Sportanhänger durch Ihre Unterschrift, eine Sportgemeinschaft zu gründen. Es wurde ein provisorischer Vorstand gewählt. 1. Vorsitzender wurde Fritz Schlag. Dieser berief dann die Gründungsversammlung ein. Sie fand wegen räumlicher Probleme am 6. September 1947 in der Schule statt.
Nachdem die Gründungsurkunde ausgestellt war, wurde folgender Vorstand gewählt:
1. Vorsitzender Fritz Schlag
2. Vorsitzender Oskar Schmitt
Schriftführer Rudolf Schramm
Kassierer Ernst Mehler
Spielausschussvorsitzender Otto Licht
Spielobmann Franz-Josef Rützel
Der Vorstand ging gleich an die Arbeit. Organisatorische und wirtschaftliche Probleme mussten bewältigt werden. Bei einer freiwilligen Spendenaktion gingen 120,-- Reichsmark ein. Bei der Hauptversammlung im Jahr 1947 stieg die Mitgliederzahl auf 68 Personen an. Eine Satzung wurde einstimmig angenommen. 13 Frauen wurden in den Verein aufgenommen. Sie sollten die SG Rönshausen mit Ihrem „fraulichen“ Können unterstützen. Die Spielkleidung wurde noch teilweise selbst gestrickt.

Das größte Problem war der Standort des Sportplatzes. Clemens Leibold stellte dann seine Wiese in Richtung Burkhardshöfe (Welkers) zur Verfügung.
Dort konnte die Sportgemeinschaft Rönshausen am 21. September 1947 den Spielbetrieb aufnehmen. Später wurde dann auf der Wiese von Karl Schlag, unterhalb der Bahnstrecke gespielt.
Doch auch aller sportlicher Anfang war schwer. In der ersten Saison 1947/48 wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Vorrunde 1947/48
21.09.1947 Rönshausen – Gersfeld 2:4
28.09.1947 Weyhers – Rönshausen 9:0
05.10.1947 Rönshausen – Poppenhausen 1:3
12.10.1947 Schmalnau – Rönshausen 11:0
19.10.1947 Rönshausen – Welkers 0:2
26.10.1947 Rothemann – Rönshausen 6:2
09.11.1947 Rönshausen – Büchenberg 0:1
16.11.1947 Hettenhausen – Rönshausen 3:0
30.11.1947 Rönshausen – Lütter 0:2
14.12.1947 Rönshausen – Dietershausen 2:2
21.12.1947 Dirlos – Rönshausen 6:1
Rückrunde 1947/48
11.01.1948 Gersfeld – Rönshausen 2:2
07.03.1948 Rönshausen – Weyhers 2:5
14.03.1948 Poppenhausen – Rönshausen kpfl. F. Poppenhausen
21.03.1948 Rönshausen – Schmalnau 2:3
11.04.1948 Welkers – Rönshausen 1:2
18.04.1948 Rönshausen – Rothemann 2:4
25.04.1948 Büchenberg – Rönshausen 1:1
09.05.1948 Rönshausen – Hettenhausen 1:2
16.05.1948 Lütter – Rönshausen 3:1
23.05.1948 Rönshausen – Dietershausen 3:0
30.05.1948 Rönshausen – Dirlos kpfl . f. Rönshausen
Ein Sportfest am 5. September 1948 beschloß die 1. Saison 1947/48. Im Hauptspiel unterlag die SG Rönshausen mit 0: 2 gegen Elters.
Nach dem Pokalendspiel, das Lütter gewann und einen holzgedrehten Pokal bekam, ging es im festlichen Zuge, mit Marschmusik der Musikkapelle Lütter, in die Gasstätte Enders nach Lütter.
Am 9. Oktober 1948 wurde der neu erbaute Saal der Gaststätte Böhm eingeweiht. Nun hatte die SG Rönshausen einen Platz im Ort für Veranstaltungen und Versammlungen. In den Wintermonaten wurde sogar im neuen Saal trainiert.
Ungeschlagen wurde die SG in der Saison 1952/53 Meister. Mit 33:3 Punkten und 96:14 Toren. Welkers folgte mit 5 Punkten Rückstand. Die Aufstiegsspiele glichen damals einer kleinen Punktrunde und waren spannend bis zum letzen Spiel.
Vorrunde Rückrunde
Oberbimbach – Rönshausen 2:0 1:2
Rönshausen – Hilders 3:2 2:2
Rönshausen – Hattenhof 1:1 4:2
Die Tore in der Aufstiegsrunde erzielten: R. Licht 5, R. Füller, M. Haas 2. Erst im letzen Spiel war der Aufstieg in die A-Klasse Fulda Mitte geschafft.

Pünktlich zum Aufstieg wurde der neue Sportplatz im Wald seiner Bestimmung übergeben. Der sehr sportbegeisterte damalige Bürgermeister Clemens Leibold hatte sein großes Ziel erreicht. Die Sportplatzfrage war endlich gelöst. Aus einem unebenen Wald- und Wiesengrundstück wurde unter schwierigsten Bedingungen ein schön angelegter Sportplatz. Zwei Jahre dauerte die Bauzeit. Mit Pickel, Spaten und Schippe wurden die Erdmassen bewegt. Wer das Gelände kannte, kann sich vorstellen, wie viele Loren Erde transportiert werden mussten.
In Hand- und Spanndienst musste jeder Bürger eine bestimmte Anzahl von Arbeitsstunden leisten.
Gleichzeitig wurde eine vom Landkreis Fulda stammende Wirtschaftshalle aufgestellt und zum Sporthaus umfunktioniert. Mit 3 Duschen ausgestattet, war Sie damals im Landkreis Fulda eine der ersten, wenn nicht die erste Ihrer Art.


Sportlich musste die SG wieder in die B-Klasse absteigen. Nach dem Abstieg gelang der sofortige Wiederaufstieg in der Saison 1954/55.
Folgende Spieler wurden in der Meisterschaftsrunde eingesetzt:
Ernst Dallagrazia, W. Kreß, W. Breitenbach, R. Füller, W. Schmitt, M. Haas, R. Licht, K. Leibold, Erwin Schmitt, Ewald Schmitt, T. Schmitt, T. Farnung, K. Ruppel, E. Schlag, W. Sieg, Th. Leibold, Schmelzeisen, F. Baum.
Die Ergebnisse der Aufstigesrunde:
Vorrunde Rückrunde
Haimbach – Rönshausen 5:1 1:2
Rönshausen – Künzell 3:0 2:4
Stockhausen – Rönshausen 4:5 1:8
Torschützen: Schmelzeisen 3, Sieg 2, Füller 2, R. Licht 8, E. Wilfer 1, P. Böhm 4, K. Leibold 1.

Bemerkenswert ist, dass mit Paul Böhm ein damals 16 jähriger an den Aufstiegsspielen teilnahm. Die SG setze damals alles daran, um den Aufstieg zu schaffen. Reinhold Licht schoß in den beiden Meisterschaftsjahren 1952/53 und 1954/55 insgesamt 125 Tore. Eine hervorragende Leistung.
Nach der dritten Saison in der A-Klasse musste die SG Rönshausen mit Ende der Saison 1957/58 wieder absteigen.

In den folgenden Jahren gab es oft Schwierigkeiten, eine Mannschaft zu stellen. Verletzungen, Bundeswehr und auch mangelndes Interesse erschwerten die Mannschaftsaufstellung.
Besonders im Jahre 1961 wurde die SG, von einer schweren Krise geschüttelt. Der damalige 1. Vorsitzende Gerold Schmitt, sah sich gezwungen, am 3. August 1961 die Frage zu stellen, müssen wir unsere Mannschaft zurückziehen oder können wir weiterspielen ?
Das Abstimmungsergebnis war niederschmetternd. Fünf Stimmen waren für ein weiterspielen, sieben gegen ein weiterspielen, neun hatten gar keine Meinung. Mit diesem Beschluss, sollte die Mannschaft für ein Jahr aus dem Spielbetrieb genommen werden.
Doch einige Sportsfreunde konnten und wollten eine solche Entscheidung nicht akzeptieren. Besonders Willi Kreß, Erwin Kreß und Rudi Goldbach wehrten sich gegen die getroffene Entscheidung. Willi Kreß rief drei Tage später nochmals die Mannschaft und Betreuer zusammen. Nach einer schier unendlich langen Sitzung, raufte man sich wieder zusammen und die Mannschaft beschloss weiter am Spielbetrieb teilzunehmen.
Im Jahre 1964 mußte ein Entscheidungsspiel zwischen Rönshausen und Poppenhausen den Meister ermitteln. Vor 700 Zuschauern tratt die SG in Hettenhausen mit folgender Mannschaft an:
Dallagrazia, P. Schmitt, E. Dreykorn, R. Licht, R. Wilhelm, W. Kreß, R. Schreiner, W. Fuchs, E. Kreß. Die Stürmer P. Böhm und H. Schneider waren verletzt und konnten nicht eingreifen. Die SG unterlag mit 1:3.
1967 wurde wieder ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft notwendig. In Eichenzell hieß der Gegner Weyhers. Denkbar knapp verpasste die SG Rönshausen die Chance um den Aufstieg in die A-Klasse. Die Mannschaft spielte mit folgenden Spielern:
Maul, A. Schmitt, R. Wilhelm, E. Kreß, W. Fuchs, P. Schmitt, H. Neidert, F. Kreß, G. Schlag, R. Schreiner, H. Schneider.
1966 kam es anlässlich der 1100 Jahr Feier Rönshausen zu einem Prominentenfussballspiel am Sportplatz Rönshausen wo zahlreiche Zuschauer dabei waren.

<!--[if !vml]--> Im Jahre 1975 wurde der Sportplatz renoviert. Während der Bauzeit wurde wieder auf der Wiese Richtung Burkardshöfe (Welkers) gespielt.
Zu einer Seltenheit im Fußballsport kam es 1981. Vater Werner Fuchs und Sohn Wolfgang Fuchs, spielten gemeinsam in der 1. Mannschaft der
SG Rönshausen. Werner Fuchs spielte mehr als 30 Jahre für die SG. Mit über 1500 Spielen und über 1000 Toren war er eine tragende Figur
im Spielbetrieb der SG Rönshausen. Selbst mit über 44 Jahren hatte er noch einen Einsatz in der 1. Mannschaft.

In der Saison 1984/85 wurde die C-Klasse gegründet. Denkbar knapp erreichte die SG Rönshausen den Klassenerhalt in der B-Klasse.
Im Jahr 1987 feierte die SG Rönshausen ihr 40 jähriges Vereinsjubiläum mit einem großen Fest.
1989/90 wäre die SG Rönshausen erstmals in die C-Klasse abgestigen wenn diese nicht aufgehoben worden wäre
Am 19.04.1990 verstarb unser Vereinsmitglied Hans-Bernhard Nolte. Er hatte in seiner Position als Mitglied des Hessischen Landtages viel für den Standort des Sportplatzes getan.
In der Saison 1992/93 wurde die SG Rönshausen wieder Meister der B-Klasse und stieg damit in die A-Klasse auf.

Im Jahr 1994 wurde die Tischtennisabteilung der SG Rönshausen gegründet.
1995/96 musste die SG Rönshausen wieder in die B-Klasse absteigen. Nach einer Saison, die uns am Ende auf dem vorletzten Platz sah, musste die Mannschaft in die Relegation. In einem dramatischen Spiel in Thalau, verloren wir denkbar knapp mit 1:0 gegen Büchenberg.
In der Saison 1996/97 sollte mit dem neuen Trainer Lars Hütsch der Wiederaufstieg geschafft werden. Nach Abschluss der Vorrunde belegte man mit 2 Pluspunkten den letzten Tabellenplatz. Am Ende der Saison landete man auf dem 11. Tabellenplatz.
Im Jahr 1997 feierte die SG Rönshausen mit einem großen Fest Ihr 50 – jähriges Vereinsjubiläum.

1999/2000 wurde die SG Rönshausen Millennium Meister der B-Klasse und schaffte somit den Aufstieg in die A-Klasse.
In der Saison 2004/2005 verpasste die SG Rönshausen sehr knapp mit einer Niederlage im letzten Spiel in Rothemann den Aufstieg in die A-Klasse. Man landete am Ende auf dem 4. Tabellenplatz.
Zurzeit 2006/2007 spielt die SG Rönshausen in der B-Klasse Fulda Rhön.
In der Saison 2007/ 2008 möchte die SG Rönshausen mit Ihrem neuen Trainer Bernd Goldbach und einigen neuen Spielern einen Platz im oberen Drittel erreichen, vielleicht ist ja auch mal mehr drin.
Das neue Sporthaus der SG Rönshausen
Am 29.06.1984 ging nach langem Ringen mit zahlreichen Fachbehörden der Wunsch der SG Rönshausen nach einem neuen Sporthaus in Erfüllung. Im Zusammenhang mit diesem denkwürdigen Tag, gilt es allen Gremien zu danken, die den Bau des Sportlerhauses erst ermöglichten.
Dank zu sagen gilt es auch unserem Mitglied, Hans Nolte, der sich für den Standort stark gemacht hatte. Dank zu sagen gilt es auch unserem Mitglied Winfried Streck, der nicht nur für die Planung, sondern auch für die Ausführung verantwortlich zeichnete. Der Bau wäre aber auch nicht möglich gewesen, wenn es nicht zahlreiche Mitglieder und Nichtmitglieder gegeben hätte, die ihr fachliches Können in den Dienst der gemeinsamen Sache gestellt hätten.

Der Landesforstmeister DDr. Fröhlich, als Vertreter des Landwirtschafts- und Umweltministeriums war bei der Einweihungsfeier persönlich anwesend.
Der damalige Bürgermeister der Großgemeinde Eichenzell, Herr Thomas Schadow, übergab den Schlüssel an den damaligen Ortsvorsteher von Rönshausen, Herrn Edmund Kress. Dieser wiederum gab den Schlüssel an den 1. Vorsitzenden, Winfried Streck weiter.
Fazit: Der Verein hatte endlich ein neues Zuhause.
Die Baracke hatte nach 35 Jahren ausgedient.

<!--[if !vml]--> <!--[endif]-->Zahlreiche Gäste fanden den Weg zu unserer Sportstätte. Bei dieser Einweihung und bei der Feierlichkeit kündigte Bürgermeister Schadow an, dass das A-Feld einer Erneuerung unterzogen werden soll.


Vom 23.07. – 27.07.1987 feierte die SG Rönshausen ihr 40 jähriges Bestehen. Bei dieser Veranstaltung wurde das B-Feld seiner Bestimmung übergeben.
Im Oktober 1987 fand der erste Spatenstich zum Neubau des A-Feldes statt. Es folgte eine lange Bauphase mit erheblichen Schwierigkeiten, da uns und der Firma Rondel der Wettergott keineswegs hold war. Die gesamte Zeit über war das Gelände mit Schlamm und Wasser bedeckt.
Bis zum 13.05.1989 sollte es dauern, bis unser Platz wieder zu Verfügung stand.
Alle Probleme waren vergessen, als Bürgermeister Schadow mit einem Anstoß den Platz zu einem Fußballspiel der Gemeindevertretung gegen den Vorstand der SG Rönshausen freigab.
In den weiteren Jahren wurden dann weitere Bautätigkeiten am Sporthaus getätigt. Es wurde ein Anbau für Rasenmäher und Geräte angebaut. Die Küche und der Thekenbereich wurden vergrößert. Eine neue Festhalle wurde im Jahr 2006 an das Sporthaus angebaut. Der Außenputz wurde erneuert.

Die 1. Vorsitzende der SG Rönshausen
1947 – 1948 Fritz Schlag
1949 Rudolf Schramm
1950 – 1953 Otto Licht
1954 Martin Haas
1955 Otto Licht
1956 – 1957 Karl Ruppel
1958 Josef Licht II
1959 Karl Leibold
1960 Rudolf Goldbach
1961 – 1964 Gerold Schmitt
1965 – 1968 Rudolf Goldbach
1969 – 1974 Ernst Dallagrazia
1975 – 1980 Edmund Kreß
1981 – 1984 Winfried Streck
1985 Hubert Neidert
1986 Reinhold Schreiner
1987 Erich Schlag
1988 – 1989 Berthold Feußner
1990 – 1992 Hubert Neidert
1993 – 1994 Winfried Streck
1995 Jürgen Schmitt
1996 Hubert Neidert
1997 – 2003 Gerhard Ziegeldorf
2004 - 2006 Thorsten Kress
2007 - Martin Farnung
Historie
































